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Die 10 besten neuen KünstlerInnen für 2021

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KennyHoopla

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KennyHoopla kündigte mit seiner Debüt-EP “how will i rest in peace if i’m buried by a highway?” im Mai dieses Jahres eine neue Indie-Welle an und lieferte eine ganz persönliche Interpretation der „New-Wave-Nostalgie“. Dabei lässt sich der junge US-Amerikaner aber auf keinen Fall in ein einziges Genre stecken und bewegt sich auf jedem einzelnen Track seiner EP spielerisch von einer Inspirationsquelle zur nächsten. Das knapp 23 Minuten füllende Debüt-Tape eröffnet damit eine gigantische Welt aus Indie-Rock, Punk-Rock, New Wave und Dance-Punk, in der sich KennyHoopla mit seiner leidenden, sehnsuchtsvollen Stimme offenbar absolut wohl fühlt. Wann wir Neues von KennyHoopla zu hören bekommen und ob der 25-Jährige schon an einem ersten Album tüftelt, steht leider noch in den Sternen. Sicher ist aber, dass in dem Musiker vermutlich noch viele andere Soundgerüste und Text-Skizzen schlummern, die nur darauf warten, an die Oberfläche zu gelangen.

Layla

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Layla ist eine aufstrebende Musikerin, die schon vor der Veröffentlichung ihres Debütsongs „Choppa“ mit einigen Snippets ordentlich Welle machte, sodass ihr erster musikalischer Herzschlag die Szene getroffen hat, wie eine Hype-Faust ins Gesicht. Seitdem veröffentlicht die Newcomerin immer wieder neue und abwechslungsreiche Songs, in denen man Release für Release ihre künstlerischen Fortschritte begutachten kann. Während sie anfangs auf Rap, UK-Garage und House-Pfaden wandelte („Blicke“), entwickelte sie sich im Laufe des Jahres zu einer taufrischen großen Hoffnung für den neuen deutschen Rhythm and Blues. Mit „So Smooth“ lieferte sie beispielsweise eine Mit „So Smooth“ setzt Layla ein Statement für weibliche Sexpositivität, welche dank des seidig-feinen R&B-Soundgewandes den perfekten Soundtrack zum herbstlichen Schmusen darstellte. Doch egal welche Stilrichtungen und Themen sie noch erforschen möchte, wir beobachten gespannt wie Layla ihr großes Talent, ihre einzigartige Attitüde und ihre sanfte Stimme zukünftig einsetzen wird.

Tilman

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Manche Songs lassen dich einfach nicht mehr los. Sei es durch einprägsame Zeilen, besondere Melodien oder Rhythmen. Besonders schön ist eine solche Begebenheit dann, wenn man von einem bis dato gänzlich unbekannten Act überrascht wird. Genau das ist bei der Band Tilman der Fall. Ab Sekunde eins verbreiten sie in „Zuckersüß“ eine kaum greifbare Stimmung, die von sphärischen Klängen, Akustikgitarren und sanften Vocals getragen wird. Spätestens wenn die ersten Zeilen: „Küssen statt Reden, wann sind Gefühle klar?“ erklingen, zieht uns der Song in einen Bann, der ganze viereinhalb Minuten anhält. Hinter der Band verbergen sich der 18-jährige Sänger und Namensgeber Tilman Kerber sowie Gitarrist Fabio Schmitt aus Bad Neustadt an der Saale. Gemeinsam haben sie die von Tilman geschriebenen Songs für Live-Auftritte weiterentwickelt. Richtig Fahrt nimmt ihr Projekt allerdings im letzten Jahr auf, als sie spontan als Vorgruppe der Band Jeremias in Würzburg einspringen. Beim dortigen Konzert lernen sie zunächst Tonmeister Christian Stappf kennen und kurze Zeit trifft man auf Schlagzeuger Peter Diestel – beste Voraussetzungen, um weiter an einem ersten „richtigen“ Song zu arbeiten. In den letzten Monaten hat dann außerdem Bassist Malte Huck (ehemals AnnenMayKantereit) die Band zeitweise unterstützt und an den Aufnahmen von „Zuckersüß“ mitgewirkt – weitere Songs sollen folgen.

Anaïs

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Im Rahmen des digitalen c/o-pop Festivals 2020 haben wir mit Anaïs bereits ein Interview geführt und eine wundervolle Livesession aufgenommen. Aus dem Umfeld der Hannoveraner Band Jeremias wagte sie sich im Sommer dieses Jahres zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Die 20-jährige Sängerin hat belgische Wurzeln, ist trilingual aufgewachsen und steht hin und wieder auch als Model vor der Kamera. Doch als Worte, egal ob auf Deutsch, Englisch oder Französisch, nicht mehr ausreichen, um ihre Gefühle in Worte zu fassen, findet Anaïs einen Weg, diese durch Musik auszudrücken. Nachdem sie dann Ende Juni 2020 bereits einen Gastbeitrag zum Song „Perspectives“ des Hamburger Produzenten-Duos Filo beisteuerte, lieferte Anaïs schlussendlich im August ihren ersten eigenen verträumten Indie-Pop-Song „My World So Blue“. Seitdem hat sich die Musikerin mit ihrer außergewöhnlich sehnsuchtsvollen Stimme einen festen Platz in unseren Herzen erspielt und wir sind gespannt darauf zu sehen, ob sie vielleicht nächstes Jahr die Chance bekommt, euch mit weiteren Releases und herzerwärmenden Live-Auftritten ebenso zu verzaubern.

M.Byrd

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„A story that started somewhere between Amsterdam and Paris …” – nein, das ist nicht der Beginn eines kitschigen Bestseller-Romans, sondern der Anfang einer wundervollen Musikkarriere. Die Hauptfigur der Geschichte ist der Singer-/Songwriter M.Byrd, der im September dieses Jahres bei dem niederländischen Label V2 Records seine erste und bisher einzige Single „Mountain“ veröffentlichte und die neue Hoffnung einer aufstrebenden Indie-Generation ist. Diese „Verantwortung“ lastet zurecht auf den Schultern des 25-Jährigen: In den letzten Jahren konnte der Newcomer schon erste Tour-Erfahrungen als Musiker bei Ilgen Nur oder Alli Neumann sammeln und auch die Fachjury des Hamburger Musikpreises „Krach + Getöse“ ist von dem Talent des jungen Künstlers überzeugt. So erhielt Maximilian Bart alias M.Byrd in diesem Jahr als einer von fünf NachwuchskünstlerInnen den begehrten Newcomer-Award und zog die Aufmerksamkeit der Indie- und Singer-/Songwriter-Szene auf sich. Ob ihm beim Texten seiner sehnsuchtsvoll anmutenden Songs bewusst war, auf welch positive Resonanz er stoßen würde, das weiß nur der Künstler selbst. Sicher ist aber, dass M.Byrd die Atmosphäre, in der er seine Lyrics zu Papier brachte – nämlich auf Reisen quer durch Europa, irgendwo zwischen Amsterdam und Paris – eindrucksvoll in träumerische Songs verwandelt, die nach Fernweh und Freiheit klingen.

C’est Karma

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C’est Karma ist das Sprachrohr einer Generation, die es satt hat, sich mit dem Klimawandel zufrieden zu geben und die sich stark für Gleichberechtigung und ein empowerndes Frauenbild macht. So nimmt die Luxemburgerin als Vertreterin der Generation Z die Inspiration ihrer Musik nicht aus einer zuckersüßen Traumwelt, sondern blickt in ihren Lyrics der Realität ins Auge. Das Ergebnis: Regelmäßig spricht sie sowohl in ihren Songs als auch auf ihrem Blog mal gesellschaftlich relevante und mal ganz persönliche Themen an. So lieferte Karma Catena alias C’est Karma mit „Girls“ Anfang des Jahres eine Hymne für Female Empowerment und setzte sich im September in „Fist Fight“ mit dem individuellen Konflikt zwischen Instinkt und Vernunft auseinander. In ihrem Werk „Pool Party“ schlägt die Alternativ-Pop-Küsterin dann vor knapp drei Monaten wieder einmal einen ernsteren Ton an und thematisiert den alltäglichen männlichen Voyeurismus, dem Frauen ausgesetzt sind. Die brisanten Themen, kombiniert mit der rauchig-warmen Stimme der 18-Jährigen, lassen Karmas Tracks, nachdem ihre Laufzeit um ist, nicht einfach verpuffen. Stattdessen hinterlassen sie Spuren bei ihren ZuhörerInnen und bleiben noch lange im Gedächtnis.

Joje

https://youtu.be/oXd_GREYDKI

Bevor Pashanim mit Hits wie „Hauseingang“, „Airwaves“ und „Shababs Botten“ vom gefeierten Underground-Rapper zum Berliner Exportschlager wurde und gemeinsam mit Symba und der Playboys Mafia der Deutschrap-Szene einen neuen Schliff verpasste, wagte der 20-Jährige erste (Rap-)Gehversuche als Teil der bis dato relativ unbekannten Crew 361 Youngins. Aus diesem Umfeld hat sich in diesem Jahr das nächste Talent einen Namen im Deutschrap-Game gemacht: Joje. Der Kreuzberger reiht sich nahtlos in die Berlin-Tracksuit-Ästhetik und Hinterhof-Romantik ein und lieferte mit „Haifisch“ und seinem dazugehörigen, von Till Tinsky produzierten Musikvideo im September seinen dritten Banger. Während Joje auf den Soundcloud-Tracks der 361 Youngins stets englische Parts ablieferte, rappt er inzwischen auf deutsch und flowt mühelos über die obskuren Trap-Beats. Inhaltlich geht es um das alltägliche Leben im Kiez, aber auch den Traum von Erfolg und Reichtum. Pashanim taucht übrigens auch im Video zu Jojes Single „1234“ auf – eines von vielen Zeichen, dass man Joje im Auge behalten sollte.

Rua

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Auch wenn dieses Jahr nicht gerade angenehm für Kunst- und Kulturschaffende Menschen war, gibt es auch positive Trends zu beobachten, wie zum Beispiel der Fakt, dass Frauen im Jahr 2020 so präsent wie noch nie im deutschen Rap waren. Egal welches Subgenre, welche Stilrichtung oder welche „Liga“ man begutachtet, gemessen an der Qualität möchten manche Rapfans meinen, dass Rapperinnen durch die Bank dominierten. So auch im Sektor Nachwuchs, denn seit einiger Zeit treibt eine gewisse Rua ihr Unwesen in der Szene. Die Münchnerin mit marokkanischen Wurzeln überzeugt uns mit ihrer Mischung aus zeitgeistigen, Drill angehauchten Sounds, einer sehr vielseitigen, rappenden und singenden Stimme und ihrem Auftreten, welches sich vielleicht am besten mit folgender Zeile beschreiben lässt: „Breche mit Schwestern das Brot / fick dieses Game ohne Testosteron / Mach mein Album in Beverly / wenn ich will, nenn’ ich mich Kylie Minogue“. Doch zu den harten Ansagen und unterhaltenden Rapper-Plattitüden gesellt sich auch eine reflektierendere Seite, die wir erst vor Kurzem in „Wenn du schläfst“ entdecken durften. Spätestens mit diesem Song hat sie bewiesen, warum sie ohne Zweifel eine der spannendsten neuen Künstlerinnen ist, die Deutschrap in diesem Jahr zu bieten hatte.

Schatzi

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Seit geraumer Zeit geistert das Pop-Trio Schatzi mit seinem unterkühlten Sound durch die Playlisten des Landes und bereitet damit eine ganz persönliche musikalische Revolution vor. Denn sowohl visuell als auch soundtechnisch hebt sich die Band von dem radiotauglichen Einheitsbrei der deutschen Musiklandschaft ab. Mit „Animalia Parc“ erschien im Oktober 2020 die Debüt-EP des Newcomer-Trios und eröffnet die vielfältige Soundwelt aus glitzernden Synthesizern, E-Gitarren und schleppenden Trap-Beats von Schatzi. Aber nicht nur musikalisch bringen die drei frischen Wind in die hiesige Pop-Szene. Schatzi folgen insbesondere in den sozialen Netzwerken, aber auch in ihren Videoproduktionen einer extrem durchdachten, avantgardistischen und unterkühlten Ästhetik und spielen mit popkulturellen Einflüssen. Gemeinsam mit ihrem geheimnisvollen Auftreten hüllt dieses visuelle Konzept die Band – die in ihrer Konstellation keinen festen Rollen folgt – in eine mystische Blase aus Unantastbarkeit. Inwiefern diese Coolness mit dem fast kitschig klingenden Namen „Schatzi“ einhergeht und welche Faszination hinter dem immer wiederkehrenden Motiv des Autofahrens steckt, haben uns Yannic, Jeremias und Julian im verraten.

Holly Humberstone

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Der zeitgenössische Pop-Kosmos ist bekannterweise schnelllebig und nur wenige Stimmen schaffen es über den Status der musikalischen Eintagsfliege hinaus. Holly Humberstone scheint eine dieser ganz besonderen Stimmen zu besitzen. Die 21-jährige Musikerin aus dem britischen Grantham sammelte schon früh Bühnenerfahrung, indem sie mit ihrer E-Gitarre Idolen wie Bon Iver und Phoebe Bridgers nacheiferte und deren Songs coverte. Offizielle eigene Stücke veröffentlicht Holly aber erst seit diesem Jahr und stellt dabei Qualität über Quantität: Die erste Single „Deep End“ kam mit warmer Singer-Songwriter-Akustik daher, während „Falling Asleep At The Wheel“, Titelsong ihrer im August erschienenen Debüt-EP, mit elektronischen Anleihen und Ohrwurm-Hook die Kriterien für einen waschechten Pop-Hit erfüllte. Holly Humberstone hat ein Händchen dafür, Herzschmerz und Euphorie in sanften Gitarren-Pop zu verpacken, bei dem wir ganz nah an ihr dran sind und im nächsten Moment den schimmernden Pop-Olymp zu erklimmen. Mit ihrer Debüt-EP unterstreicht sie ihren Status als spannende Newcomerin, von der man in Zukunft mit Sicherheit noch viel Gutes hören wird.

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Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.