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Empfehlung des Tages: jolle – 50 stufen grau

Posted in: News
Tagged: Jolle

Es scheint, als sei bei Jolle gerade alles knallbunt: Ein Mega-Hit mit Cro, mit dem Rapper und mit Tokio Hotel eine Bühne teilen, Festivalauftritte noch und nöcher, eine gemeinsame Single mit Anaïs. Dass hinter den Kulissen die Schattierungen aber anders sind, zeigt die Wahl-Hamburgerin auf ihrer neuen Single „50 stufen grau“.

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Mit ihren Worten malt Jolle das Bild was kommt, wenn jegliche Energie und Emotionen verbraucht sind. Wenn der Vorhang fällt und sie plötzlich nicht mehr vor tausenden Menschen singt, sondern allein zuhause oder im Tourbus sitzt. Mit ihrer warmen, kratzigen Stimme singt Jolle von dem tauben Gefühl, das ihr dann im Endorphinloch begegnet, wenn die Stille unaushaltbar laut schreit. Hinzu kommen fließende 80s-Synths, die sich um die nachdenklichen Lyrics legen: „Mein Herz ist heut‘ nicht aufgewacht / ich glaub ich hab‘ es leer gefühlt / ich hoff‘, dass es nur Pause macht / und ich es dann noch wiederfind“.

Dabei liegt in Jolles Gesang diese Mischung aus Gefasstheit und ehrlicher Verletzlichkeit, dass da noch einmal jemand sagen soll, Pop-Musik sei oberflächlich. Dass Jolle diese innere Dunkelheit kennt, besingt sie schon in „schwarzes wasser“. In „50 stufen grau“ zeigt sie aber, dass dieser Unterschied zwischen Himmelhochjauchzend auf der Bühne stehen und sich im nächsten Moment mit den eigenen depressiven Gedanken auseinandersetzen zu müssen, ein großer Spagat sein muss. Mit all ihrer Offenheit (und auch im Musikvideo) zeigt Jolle, dass diese Realität nicht schwarz-weiß ist, sondern dazwischen eben „50 stufen grau“ liegen. Diese Ehrlichkeit über ein Gefühl, für das es kaum Worte gibt, geht ins Herz und bleibt da.

Alle weiteren Empfehlungen des Tages gibt es hier:

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