Empfehlung des Tages: Mia Morgan – Valentinstag
Heute ist es endlich soweit. Der Tag, an dem sich unfreiwillige Singles besonders einsam fühlen dürfen und glücklich Vergebene ihr Unglück in zu hohen Erwartungen, vergessenen Dates oder ausgebuchten Restaurants finden: Valentinstag! „Es ist Valentinstag und ich will dir dein Herz brechen“, ist wohl so oder so nicht die Nachricht, die man sich zum Tag der Liebe in seinem Postfach wünscht. Das ist Indie-Pop-Sängerin Mia Morgan aber ziemlich egal. Und damit Vorhang auf für unsere Empfehlung des Tages: dem absoluten Anti-Valentinstags-Anthem aus dem Jahr 2019. Der Track für alle, denen heute so gar nicht nach rosarotem Zuckerguss, Liebeserklärungen und Rosensträußen zumute ist.
Ein Orgelspiel erklingt. Feiern wir hier etwa eine Hochzeit? Oh nein! Mia Morgan hat mit „Valentinstag“ einen düsteren Breakup-Song geschrieben, der vor Neid und Missgunst nur so trieft: „Meinen Segen habt ihr nicht, ich knie‘ vor Gott, er weiß es und ich bekenn‘ mich schuldig, bin verbittert und so neidisch.“
Was sich liebt, das neckt sich?
Synth-Beats mit drückenden Drums und rauen Gitarren unterstützen Mias gequält anmutenden Gesang und die bitteren Lyrics. „Ist sie schöner als ich? Klüger als ich? „Besser als ich?“, fragt sie und begibt sich in die Rolle der clichéhaften crazy Ex-Freundin. Und die gönnt ihrem Verflossenen kein Liebesglück und seiner Neuen schon gar nicht. Stattdessen lauert sie überall: „Ich bin unter deinen Dielen und in deiner Wand, mische Gift in deine Speisen, macht es dich schon krank?“. Dabei spielt Mia lyrisch geschickt mit allem, was einem so zu Valentinstag und Liebe einfällt. Ob sie ihrem Ex wortwörtlich das Herz brechen und es essen oder ihn in Rosen ertränken will, ist noch nicht entschieden. Eine klare Message hat sie jedoch: „Was sich liebt, das neckt sich, aber bringt es sich auch um? Rosen soll es regnen auf deiner Beerdigung.“
Mit „Valentinstag“ hat uns Mia Morgan ein Lied geschenkt, das jede Menge Humor und Wortgewandtheit birgt. Der Track erschien mit ihrem ebenfalls 2019 releasten Album „Gruftpop“. Auf dem ist der Name Programm, und wer nicht genug von diesem düsteren Synthie-Pop-Rock-Mix bekommen kann, fährt damit genau richtig.
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