DIFFUS

Empfehlung des Tages: siovo – „BABYBOY“

Posted in: News
Tagged: siovo

Siovo zählt aktuell zu den spannendsten Newcomern der deutschen Gen-Z-Poplandschaft. Mit seinem emotional aufgeladenen Electronic-Pop zwischen Synths und organischen Sounds hat er sich in kurzer Zeit eine treue Community aufgebaut. Vor wenigem Tagen ist siovos zweites Album „für immer: babyboy“ erschienen. Auf dem namensgebenden Track zeigt er, wie sehr sich sein Sound weiterentwickelt hat. Während er 2022 in „Tu me fais mal” noch über eine toxische Beziehung singt, von der er sich lösen will, lässt er sich in „BABYBOY” komplett in eine unglückliche Liebe fallen.

Auch soundtechnisch hat sich dabei einiges getan: Statt eher simplem Pop, der sich auch noch in 2023 veröffentlichten Songs wie „Nach 2 Jahren“ wiederfand, bewegt sich siovo inzwischen in einer deutlich melancholischeren, dichteren sowie vielschichtigeren Klangwelt. „BABYBOY“ erinnert dabei stellenweise an den sphärischen, tighten Sound von The Neighbourhood, etwa auf ihrem „Wiped Out!”-Album und Tracks wie „Single”. Während The Neighbourhood-Sänger Jesse Rutherford ​​2015 über sein „babygirl” sang, richtet siovo seine Zeilen jedoch an einen distanzierten Traummann: „du hast mich verlegt so wie ein Schlüsselband, deshalb leg ich meinen Körper auf ein paar Muskeln ab.”

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


siovo: Emotionales Chaos im Sound

Leichte, melancholische Gitarren treffen in „BABYBOY” auf warme, orgelartige Synths, volle Drums und schleppende Beats. Alles wirkt weit und leicht vernebelt, eher atmosphärisch als druckvoll. Im Refrain verdichtet sich dieses Klangbild dann immer weiter: Mehrstimmige Arrangements treffen auf gepitchte, glitchende Stimmen und übersetzen das emotionale Chaos direkt in den Sound. Gegen Ende bricht der Track schließlich wieder auf und endet in einer sanften Gitarrenlinie.

Auch lyrisch bleibt siovo ganz nah an diesem Gefühl von Verlangen und Unsicherheit: „ich wär so gern Babyboy, dein Babyboy, nur für eine nacht und immer dein, Babyboy, was immer du machst”. Zwischen Selbstzweifeln, Sehnsucht und kurzen Höhenflügen entsteht so dieses drückende, fast schwindelige Gefühl eines komplizierten Crushs: „Ich geh hart oder heim, aber wenn du mir schreibst, hebt ein weiterer Teil von mir ab / wär es nicht schön einmal frei zu sein”

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.