DIFFUS

Hype um „Blau Weißer Carlo“: Wer ist Toujour? 

Posted in: Features
Tagged: Toujour

Am Deutschrap-Himmel ist ein neuer Stern aufgegangen und der heißt Toujour. Mit seiner Debütsingle „FIFA Street“ steppte der Newcomer im Juni 2025 selbstbewusst ins Game und sammelte schnell eine solide Fanbase an. Viel ist über TJ zwar nicht bekannt, doch sowohl sein Social-Media-Content als auch seine Leidenschaft für Hertha BSC ließen bereits darauf schließen, dass wir es hier mit einem neuen Rap-Talent aus Berlin zu tun haben. Und spätestens in den Lyrics seiner aktuellen Single „Blau Weißer Carlo“ verriet Toujour dann auch ganz offiziell: „Wir sind Charlottenburger / Nein, wir sind nicht wie die ander’n“. Auch im dazugehörigen Musikvideo nimmt uns Toujour mit in seine Hood – irgendwo zwischen Zoologischer Garten, Olympiastadion und Mierendorffplatz. 

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Toujour: Rap aus West-Berlin

Wenn es so etwas wie einen West-Berliner-Flow gibt, dann sind wir dem vielleicht gerade auf der Spur. Denn schon mit der Veröffentlichung seiner Debütsingle hat Toujour sich einen Flow angeeignet, der in manchen Momenten an Pashanim und in anderen sogar an Lacazette erinnert. Zwei West-Berliner, die Deutschrap in den letzten Jahren maßgeblich geprägt haben. Doch das ist nicht alles, was Toujour gerade so interessant macht. Besonders sein Track „Blau Weißer Carlo“ geht aktuell durch die Decke und das dürfte vor allem an dem legendären Linkin-Park-Sample liegen. Crimebeatz nutzt für den Beat die ikonische Synthesizer-Melodie aus dem Intro von „Numb“ – ein Sound, über den sich mühelos rappen lässt, wie schon Jay-Z 2004 auf „Numb / Encore“ bewies.

Einem ähnlichen Erfolgsrezept folgt übrigens auch Toujours zweiterfolgreichster Track „DVD“, der durch ein Sample von Tinie Tampahs „Pass Out“ für krasse 10er-Jahre-Flashbacks sorgt. Aber der Charlottenburger hat auch seine Hausaufgaben in deutscher Rap-Geschichte gemacht und baut spielend Referenzen an „Style & das Geld“ („Berliner MF“) und Bushidos „Sonny Black“ („8 Mile“) in seinen Tracks ein.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Neben Verweisen dieser Art sind Toujours Lyrics gespickt mit Momentaufnahmen seines Alltags in Berlin: Es geht um das Hängen in den Straßen von Charlottenburg, seine Leidenschaft für Fußball und Stress mit den Cops. Und obwohl der Berliner Stadtteil ja nicht gerade als der gröbste überhaupt gilt, zeigt Toujour, dass er genug Straße für diese Szene ist. Und die hat ihn auch schon bestens aufgenommen. Auf Instagram tummeln sich unter seinen Posts bereits Charlottenburg-Homie Nizi19 oder Rap-Kollegen wie Gringo oder Summer Cem. 2026 steht dem Newcomer also eigentlich nichts mehr im Weg. 

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: SSIO

Außerdem im Heft: Interviews mit badmómzjay, t-low, Magda, Paula Engels, fcukers, Betterov uvm. Außerdem große Reportagen über Kneipenkultur, Queer Rage und Essays!