Idles kehren mit „Gift Horse“ zu ihrem bekannten Sound zurück
„Sind Idles jetzt zu Coldplay geworden?“, hatten wir im Dezember gefragt, nachdem Idles ihre Single „Grace“ veröffentlicht hatten. Der Song kam für die Post-Punk-Band aus Bristol eher untypisch soft daher. Falls sich der eine oder andere Fan schon Sorgen gemacht haben sollte, dürfte ihn oder sie „Gift Horse“, die neueste Single von Idles, wieder besänftigen.
Der Song ist nach „Grace“ und „Dancer“ die dritte Vorab-Single aus dem neuen Album „TANGK“, das am 16. Februar erscheint. „Gift Horse“ klingt im Vergleich zu den beiden Singles zuvor wieder düsterer und bedrohlicher – und damit wieder mehr nach dem bekannten Sound der vergangenen Idles-Alben. Dafür sorgen verzerrte Gitarren, laute Drums und die ungehaltene Stimme von Sänger Joe Talbot, der im Refrain immer wieder ein lang gezogenes „Look at him gooo“ dröhnt.
Skurrile Szenen im Supermarkt
„Musik und Bewegung für euch und die euren“, schreibt Joe auf Instagram. „Seid mutig und reitet uns wie die Disco-Esel, die wir sind. Oder schaut euch wenigstens unser Video an.“ Das Musikvideo zu „Gift Horse“ wurde in einem Supermarkt gedreht und zeigt eine Reihe ziemlich skurriler Szenen: Ein Junge ist im Tiefkühlregal eingesperrt, eine Frau twerkt vor der Gemüse-Auslage und zwischen alldem gibt sich ein Paar auch noch das Ja-Wort. Man kennt’s.
Ab Februar gehen Idles mit „TANGK“ dann auf große Tour. Im März werden Joe Talbot, die Gitarristen Mark Bowen und Lee Kiernan, Bassist Adam Devonshire und Schlagzeuger Jon Beavis auch in Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt die Herzen ihrer Fans höher schlagen lassen. Wie Joe Talbot angekündigt hatte, ist „TANGK“ schließlich ein Album der Liebe. „Gift Horse“ reiht sich da trotz des düsteren Sounds gut ein, Joe singt darin nämlich: „All is love and love is all.“
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