Videopremiere: Kaltenkirchen kämpft „Im Namen der Liebe“ mit Trennungsgefühlen
Über ein Uniseminar mit dem Thema „Schlager“ in seinem Musikwissenschafts-Studium fand Philip alias Kaltenkirchen vor einigen Jahren den Zugang zu deutschsprachiger Musik. Besonders fand er Gefallen an den Anti-Bewegungen des Schlagers, am Rock der 70er und den verschiedenen Strömungen der 80er, die sich zur Neuen Deutschen Welle entwickelten. „Ich mache Schlager für Menschen, die viel lesen“, fasste Kaltenkirchen dies in unserem Videointerview zusammen. So zitiert er beispielsweise in seinem Lied „Harry Haller“ aus seinem Debüt-Album mal eben aus Goethes „Faust“ und liefert lyrisch wertvolle Texte auf futuristisch-nostalgischem Sound. Auf seinem Debüt-Album verarbeitet Kaltenkirchen vergangene Erlebnisse und bringt eine Charakterzug von sich ans Licht, welchen der warmherzige Wiener im Alltag nicht zeigt. „Ich hatte damals das Gefühl, dass ich sehr depressiv sein kann und habe mit der Musik das Ventil gefunden, dass rauszulassen“, sagt er
Kaltenkirchen – Im Namen der Liebe
Angefangen mit dem Schreiben und auch mit dem Projekt „Kaltenkirchen“ hat alles mit dem Song „Im Namen der Liebe“. Er handelt von dem Moment, als Philip eine langjährige Beziehung beendet hat. „Im Namen der Liebe verlasse ich Dich. Nicht weil ich das so möchte. Es ist die Pflicht, die aus mir spricht“ schreit er im Refrain aus sich heraus. Das Musikvideo dazu entstand aus Zufall. Als an zwei Drehtagen die Videos von „Du und ich (1990)“ und „Tageslicht“ zusammen mit dem spanischen Filmemacher Luis Vidal gefilmt werden sollten, drehten sie beim Aufbau am Vorabend noch spontan das Video zu „Im Namen der Liebe“. So schaut man Kaltenkirchen in einer leergeräumten Altbauwohnung bei Nacht zu, wie er gleichzeitig fest überzeugt die Trennungsworte verkündet und ebenso daran verzweifelt.
Kaltenkirchen: Anfänge, „Antischlager“ und Debütalbum „Im Namen der Liebe“
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