Videopremiere: Lauv gibt in „Modern Loneliness“ ergreifende Einblicke in den Alltag mit Depressionen
Der Erfolg des 26-jährigen Sängers ist keineswegs Zufall. Schon als Kind spielte Lauv, der mit bürgerlichem Namen Ari Staprans Left heißt und lettische Wurzeln hat, Klavier, Bratsche und Gitarre. Bereits mit 14 Jahren fing er an, Songs für andere Künstler zu schreiben. Zudem studierte er in New York Musiktechnik. 2015 folgte dann Lauvs erste EP als Künstler, dessen Singleauskopplung „The Other“ in Amerika direkt Gold-Status erreichte. Seitdem ist der blasse Junge mit der hohen Stimme Garant für Pop-Hits. Anfangs schreibt er noch Songs für bekannte Musiker wie Charli XCX und Demi Lovato, später immer mehr für sich selbst. Mit seinem ersten Album „I met you when I was 18.“ gesellte er sich 2018 zu den Pop-Stars der Moderne.
Pop-Musik handelt fast immer von Liebe, Schmerz und gescheiterten Beziehungen. Auch Lauvs größter Hit „I Like Me Better“ und etliche andere seiner Songs handeln von genau diesen Themen. Wer dazu die richtigen Worte findet, dazu eine tolle Stimme hat und, wie Dieter Bohlen sagen würde, Entertainer ist, der wird mit Ruhm und Geld überschüttet. Nicht selten ist das der Ausgangspunkt so mancher dunkler Tage dieser Musikern. In mehreren Interviews gibt Lauv offen zu, mit Depressionen und Zwangsstörungen zu kämpfen. Während Freddy Mercury und Elton John ihre Sorgen in Alkohol und Drogen ertränkten, stellte sich Lauv seinen Probleme und verarbeitet sie in eindrucksvollen Texten. Das Ergebnis ist sein Album „how i’m feeling“, womit er auch die Hörer ermutigen möchte, ihre mentalen Probleme anzuerkennen und sie mit Freunden zu teilen.
Lauv – Modern Loneliness
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Im seinem neuesten Video zum Song „Modern Loneliness“ zeigt uns Lauv anhand einer Bildschirmaufnahme seines Handys einen Tag, an dem er einen depressiven Schub hat. Erschreckend muss man feststellen, wie einsam und traurig so ein Tag sein kann. Für einen Instagram Post zwingt er sich ein Lächeln auf, ansonsten verzweifelt er alleine in seinem Haus und lenkt sich ab, indem er durch seine Timeline scrollt. Auf Anrufe und Nachrichten seiner Familie und Freunde reagiert er nicht. Nur die Instagram Likes und Alkohol lenken ihn von seinem Problemen ab. „We’re never alone, but always depressed“ singt Lauv im Refrain und beschreibt damit sehr präzise ein großes Problem unserer Zeit. Gegen Ende des Videos kann man sehen, dass es ihm am nächsten Tag deutlich besser geht. Er geht aus dem Haus, macht Musik mit Freunden und facetimed mit seinen Eltern. Obwohl er selber sagt, dass die denken Tage bei ihm immer seltener vorkommen, ist es eine ganz große Geste, auch seine Tiefen mit seinen Fans auf der ganzen Welt zu teilen.
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