DIFFUS

Videopremiere: Lyschko entfesseln mit „Hysterie + Abfall“ wütenden Post-Punk

Posted in: Premieren
Tagged: Lyschko

Hysterie und Abfall: zwei kraftvolle Worte mit Nachdruck. Einzeln schon sehr bedeutungsvoll, löst das Wortepaar in der Kombination schnell eine Reihe von unliebsamen Gefühlen und Bildern im Kopf aus. Doch man kann „Hysterie + Abfall“ nicht nur sehen und fühlen. Seit der Veröffentlichung der neuen Single von Lyschko, wissen wir auch, wie sie klingen.

Mitglieder der Neuen Neuen Deutschen Welle 

Eine mittlere Großstadt in NRW ist das Zuhause der dreiköpfigen Post-Punk-Band Lyschko. Mehr ist über das Trio nicht bekannt. Viel wichtiger ist jedoch ihr Sound. In ihrer Spotify Bio wird klar, dass sie sich ganz klar in einem Subgenre zuhause fühlen: Neue Neue Deutsche Welle. Mit Edwin Rosen und vielen anderen Vertreter:innen wie Gwen Dolyn oder Temmis, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren können, hat die Bewegung in den letzten Monaten ordentlich an Fahrt aufgenommen.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Doch Lyschko sind nicht erst gestern mit auf den Zug aufgesprungen. Ihre ersten offiziellen Veröffentlichungen reichen schon bis ins Jahr 2019 zurück und auch eine Debüt-EP mit dem Titel „Stunde Null“ findet man bereits in der Diskografie. Seitdem war es jedoch ruhig um das Trio aus NRW – bis jetzt. „Hysterie + Abfall“ reißt wortwörtlich sämtliche Mauern des Schweigens ein und kommt als brutale Post-Punk-Nummer daher.

Wut, Schmerz und Blutvergießen

Kompromisslosigkeit und Schmerz, explosiv und unerwartet: All das, was der Titel „Hysterie + Abfall“ verspricht, liefern Lyschko in ihrer neuen Single – und noch so viel mehr! Produziert wurde der Brecher von Tobias Siebert (Phillip Boa, Me and my Drummer) im Radio Buellebrueck Studio in Berlin. Das Ergebnis ist eine geballte musikalische Wucht, die sämtlichen Frust enthält, der sich in den letzten Jahren bei der Band angestaut hat.  In diesem Fall genauer gesagt zum Thema „Weiblichkeit“ und dem Umgang mit weiblicher Wut. 

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Verdeutlicht wird das vor allem im Musikvideo zu „Hysterie + Abfall“. Die junge Regisseurin und Musikerin Lisa Clementine skizziert einen Gegenentwurf, zum Mangel komplexer weiblicher Persönlichkeiten in der deutschen Kunstlandschaft und thematisiert in starken Bildern, dass weibliche Wut und weibliche Sexualität, so wie sie meist stigmatisiert wird, nicht der Wahrheit entspricht. Als Unterstützung dafür hat sich übrigens auch Gruft-Pop-Queen Mia Morgan, die Lyschko bald als Support auf Tour unterstützen werden, im Video versteckt. Aber, kleiner Content-Hinweis: Wer kein (künstliches) Blut sehen kann, der sollte den Clip eher mit Vorsicht genießen. 

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.