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Videopremiere: Zouj und Sahareya machen die Bahnfahrt zum „Freeride“

Posted in: Premieren
Tagged: ZoujSahareya

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schwarzfahrenden und Kontrolleur:innen ist so alt wie der öffentliche Verkehr an sich. Was bei manchen aus Versehen oder für den Adrenalin-Kick passiert, ist bei anderen allerdings eine bewusste Haltung. „Der Fakt, dass wir überteuerte Tickets bezahlen müssen, um uns durch unsere eigenen Städte zu bewegen, in denen wir leben oder sogar aufgewachsen sind und zu denen wir jeden Tag beitragen, ist schon an sich lächerlich. Aber inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem die Preise so hoch sind, dass die meisten normalen Leuten sich das nicht mehr leisten können.“, erzählt Adam Abdelkader Lenox aka Zouj. Seinem Ärger über dieses System macht der Musiker nun in Form seiner neuen Single „Freeride“ Luft.

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Zouj und Sahareya erobern den öffentlichen Raum zurück

Der neue Song ist der erste nach Zoujs „Metal EP“ sowie dem anschließenden Remix-Projekt „Met4l“. Hier tobte sich der Wahl-Berliner, der zuvor schon in Frankreich, Marokko und Amerika gelebt hat, mit verschiedenen Facetten von synthetischer, futuristischer Pop-Musik aus, die nächste klangliche Überraschung immer nur einen Song entfernt. Mit „Freeride“ startet Zouj nun mit neuem Sound ins Jahr 2023. Die Bubblegum-Synthesizer sind durchgekaut und kleben an den Sitzen der Pariser U-Bahn, die Zouj gemeinsam mit Featuregast Sahareya im Musikvideo von Danny Kötter crasht – ohne Drehgenehmigung übrigens.

Dabei ist „Freeride“ nicht weniger verspielt und ausgecheckt als seine Vorgänger, aber eben deutlich grimmiger und moshpit-tauglicher. Der experimentelle Hip-Hop-Beat strahlt eine Dringlichkeit und Eile aus, klingt nach Seitenstechen und pumpendem Herzschlag beim Sprint vor den Häschern. Es rumpelt und scheppert und dröhnt, während sich Zouj und Sahareya ihre energiegeladenen Flows hin und her spielen. Sahareya erzählt: „Ich habe es geliebt auf dieser Nummer zu rappen! Ich glaube der Song ist sehr relatable für junge Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten, die alleine und unabhängig klar kommen müssen.“ Kennengelernt haben sich die beiden Musiker:innen im vergangenen Jahr auf einem Kunstfestival in Ljubljana. Die Chemie stimmte sofort und so ist „Freeride“ nur der erste von zahlreichen Songs, die gemeinsam entstanden sind und im Lauf des Jahres auf die Welt losgelassen werden.

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