Magda spielt ihre beiden Songs „Brich mich“ und „Pflaster“ in unserer Live Session
Kaum zu glauben, dass Magdas Debüt-Single „Brich mich“ noch nicht einmal ein Jahr alt ist, wenn man sich anschaut, wie nonchalant sie für Provinz ein Konzert in der Wuhlheide Berlin eröffnet. Jetzt kommt sie mit jenem Song, der sie auf die Bildfläche gebracht hat, zu uns in die Live Session. Das vertonte „Hier bin ich!“ und „So schnell bekommt ihr mich nicht klein!“ lebt von seinen Gegensätzen.
Magda beginnt den Song so zart, dass man meinen könnte, ihre Stimme könne getreu des Songtitels beinah zerbrechen. Das tut sie aber nicht, wie Magda im Klavier-Crescendo mit theatralischer, hämischer Lache klar macht: „Ja, du kannst mir nichts antun / Kannst mir nicht wehtun / Ich lach‘ in dein Gesicht, ha-ha-ha-ha-ha“.
Magda macht Theaterstücke für die Ohren
Und alles, was Magda in ihren bisherigen Singles gebrochen oder zerrissen hat, flickt sie mit „Pflaster“ wieder zusammen. Der Titelsong ihrer Debüt-EP fast das Gesamtwerk der Linzerin gut zusammen. Es geht um das Schöne und Vollkommene im Unperfekten. Im Dessauer Kornhaus spaziert Magda voller Leichtigkeit mit ihren Fingern über das Klavier und wirft mit ihrer feinen Stimme eine Decke über ihre Zuhörer:innen. Der Sanftmut ihrer Texte wird mit „Pflaster“ glasklar: „Ist mir nicht egal, wenn du nicht schreibst / Ist mir nicht egal, wenn du vereist / Ist mir nicht egal, wenn du weinst / Ist mir nicht egal, wenn du weinst / Ich kleb‘, ich kleb‘ dir Pflaster auf die Knie / Du meinst, du meinst, du fällst doch nie“.
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