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Von Biggie bis Yaeji: RZA lehrt uns das A – Z von Timberland

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Ob als wasserdichter Arbeitsschuh, der in den 70ern seinen Anfang nahm, als Community-stiftendes Essential in den Boroughs von New York oder in den Lyrics von Hip-Hop-Ikonen der 90er Jahre – zwischen nostalgischem It-Piece und Outdoor-Begleiter funktionieren Timberlands heute mehr denn je als vielseitige Ikonen.

Eine Beobachtung, auf die sich auch die aktuelle globale Kampagne „The A to Z of Timberland“ stützt. Darin blickt die Marke auf auf ihre eigene Geschichte zurück und damit auch auf ihre enge Verbindung zu Musik- und Kreativkultur. Wu-Tang-Clan-Mitbegründer RZA ist für den dazugehörigen Kampagnenfilm kurzerhand in die Rolle des Professors geschlüpft und bringt uns an der Tafel das Timberland-ABC bei.

Die Heritage-Brand verordnet sich dabei auch im Hier und Jetzt und macht deutlich wofür Timberland eigentlich steht: Von „O is for Original“ über „R is for Rugged“ bis „S is for Self Expression“. Im Video sehen wir mal eine Person, mal eine Szene, einen Ort oder bestimmten Moment. So treffen Archivbilder auf aktuelle Gesichter und jahrzehntealte Modelle auf eine neue Generation, die sie heute in ganz anderen Kontexten weiterträgt. 

Von den Straßen New Yorks bis in die Hip-Hop-Lyrics

Von den Straßen New Yorks bis in die Hip-Hop-Lyrics In der Musik lässt sich dieser Wandel besonders gut beobachten. In den 90ern waren Timberlands im Hip-Hop längst mehr als ein praktischer Schuh. Sie tauchten in Lyrics, Musikvideos und auf Plattencovern auf und wurden besonders in New York Teil eines Looks, der eng mit der Szene verbunden war. The Notorious B.I.G., RZA und die Rap-Crew O.G.C stehen exemplarisch für diese Zeit. 

Dass The Notorious B.I.G. über Archivmaterial ein wichtiger Teil der Kampagne wird, wirkt deshalb nur konsequent. Schließlich prägte er die kulturelle Wahrnehmung der Original Timberland Boots maßgeblich mit und erwähnte sie auch mehrfach in seinen eigenen Texten. Der Boot wurde damit vom funktionalen Schuh gleichzeitig zum Teil einer musikalischen Bildsprache, getragen auf der Straße, auf der Bühne und irgendwann auch weit über die Grenzen New Yorks hinaus.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht bis heute vor allem der Original „Yellow Boot“. Ursprünglich als robuster Stiefel für die Arbeit und schlechtes Wetter gedacht, bekam er in der Community irgendwann seinen eigenen Spitznamen: „Butters“. Dass ein Arbeitsstiefel Jahrzehnte später zugleich Fashion-Statement, Hip-Hop-Referenz und Outdoor-Begleiter sein kann, erzählt ziemlich gut, wie weit sich Timberland von seinem ursprünglichen Einsatzgebiet ausgebreitet hat. 

Der „Field Boot“, den RZA in der Kampagne trägt, gibt es bereits seit 1983. Entwickelt für unterschiedliche Untergründe, bewegt er sich heute genauso selbstverständlich zwischen Outdoor-Kontext und Großstadt. Ähnlich sieht es beim „Euro Hiker“ aus: Das Modell kam 1988 dazu und verbindet seine Outdoor-Wurzeln mit einer leichteren Konstruktion, die näher am Tragegefühl eines Sneaker liegt.

Eine neue Timberland-Generation

Die Vielseitigkeit der Modelle zeigt sich besonders an den aktuellen Gesichtern der Kampagne. Neben RZA und den Archivaufnahmen von BIGGIE oder Heavy-Metal-Ikone Ozzy Osbourne stehen mit Produzentin, DJ und Musikerin Yaeji und Skateboarder Tyshawn Jones Persönlichkeiten im Fokus, die Timberland in einen heutigen Kontext übersetzen.

Yaeji passt dabei besonders gut zu dieser Idee. Die US-amerikanisch-koreanische Musikerin, DJ und Produzentin bewegt sich selbst zwischen verschiedenen Welten, House und Hip-Hop, Clubkultur und Pop, englischen und koreanischen Lyrics. Ihre Musik funktioniert auf Kopfhörern genauso wie auf verschwitzten Dancefloors.

Damit steht sie ziemlich exemplarisch für eine Generation, die Timberland nicht mehr nur über einen einzelnen kulturellen Kontext kennen muss. Wer heute einen „Yellow Boot“ oder „Field Boot“ trägt, kann sich genauso auf Hip-Hop-Geschichte beziehen wie auf Outdoor-Funktion, Fashion oder Clubkultur. Der gleiche Schuh kann morgens auf einem Trail stehen, nachmittags durch die Stadt laufen und abends auf einem Festivalgelände landen. 

Auch Tyshawn Jones bringt eine weitere Perspektive dazu. Als einer der prägendsten Skateboarder seiner Generation kommt er aus einer Kultur, in der Funktion, persönlicher Stil und Straße ohnehin eng zusammengehören. In der Kampagne trägt er den „Euro Hiker“, jenes Modell, das genau zwischen Outdoor-Herkunft und urbanem Alltag sitzt. 

Ikonische Modelle, neue Kontexte

Am Ende ist es genau diese Mischung, die sich durch Timberlands Geschichte zieht: robust und gleichzeitig Teil von Fashion, funktional und trotzdem Ausdruck eines bestimmten Stils, tief in einzelnen Communities verwurzelt und dennoch längst weit darüber hinausgewachsen. Modelle wie der „Yellow Boot“, der „Euro Hiker“ und der „Field Boot“ erzählen heute nicht mehr nur davon, wofür sie ursprünglich entwickelt wurden, sondern auch davon, wer sie über die Jahrzehnte getragen und neu interpretiert hat. Von Arbeiter:innen über Hip-Hop-Ikonen bis zu DJs, Skateboardern und Festivalbesucher:innen – Timberlands haben sich weit über ihren Ursprung hinaus in ganz verschiedenen kulturellen Kontexten und Stilwelten etabliert.

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