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Album der Woche: Harry Styles – Kiss All The Time. Disco, Occasionally

Posted in: Album der Woche
Tagged: Harry Styles

„Kiss All The Time. Disco, Occasionally“, das neue Album von Harry Styles, ist da! Große Erwartungen wurden (zurecht) an das vierte Werk eines der größten Popstars unserer Zeit gestellt. Und auch wenn mit der einzigen Single „Aperture“ klar schien, dass Harry Styles nun auf neuen musikalischen Wegen wandelt – enttäuscht wird von „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ wohl niemand. Einzig der Titel scheint etwas unpassend gewählt. Denn fürs Küssen bleibt bei der riesigen Tanzparty, die Harry auf den 12 Songs des Albums veranstaltet, fast keine Zeit.

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Für einen Großteil des Albumentstehungsprozesses hat Harry in Berlin gewohnt – und das hört man! Denn wie „Aperture“ bereits klargemacht hat, finden sich auf dem neuen Album treibende Club-Beats wieder, denen sich der Brite zwar voll und ganz hingibt, jedoch nicht ohne seine Pop-Herkunft zu verlieren. Vielmehr liefert er seinen Fans 12 Popsongs, die wie zum Tanzen und sich in ihren Rhythmen verlieren gemacht sind – durchaus zugänglich und Harry-like optimistisch und lebensbejahend.

Harry Styles: Auf neuen Pfaden tanzen

„If you must join a movement, make sure there’s dancing“ heißt es passend dazu auf dem Track „Are You Listening Yet?“ Und getanzt wird auch auf dem Track „Dance No More“, der weniger Berliner Techno-Club-Einflüsse aufweist und sich stattdessen viel mehr an urbaneren Funk-Pop-Gruppen zu orientieren scheint. Ohnehin ist es sehr erfrischend, dass sich Harry Styles die über Jahre hinweg hart erarbeitete Stellung nicht mit einem Nachfolger von „Harrys House“ oder einem zweiten „As It Was“ sichert, sondern sich die Freiheit rausnimmt, Neues zu wagen. Und ironischerweise, scheint der Popstar gerade mit diesem Ansatz seinen Weg zu einem der Legacy-Artist einer gesamten Generation zu werden, ohnehin viel mehr zu sichern.

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Und ob es an der durchgängigen gutgelaunten Tanzbarkeit oder dem über allem stehenden Motto „We Belong Together“ hängt – „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ ist neben seinem Dance-Soundtrack- Dasein irgendwie auch ein kleines Pflaster auf der Weltschmerz-Wunde, die viele gerade zurecht mit sich tragen. Und keine Sorge: Gegen Ende gibt es bei den ruhigeren Tracks wie „Paint By Numbers“ oder „Carla’s Song“ auch mehr als genug Zeit zum Knutschen, wenn die Party langsam vorbei ist und die magischen, heiligen Stunden bis zum Morgengrauen einsetzen.

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