DIFFUS

Archive for Die besten neuen Künstler:innen

Contrast erzählt mit Screamo-Trap von seinen inneren Dämonen

Im Fall des Newcomers Contrast ist der Name Programm. Denn für den Rapper aus Köln spielen Kontraste immer wieder eine Rolle, egal ob zwischen Hip Hop und Rock, Graffiti und Musik oder Turn Up und Selbstzerstörung. „Wir schieben Krise, wissen selber nicht was Sache ist/ Doch sind uns einig, ja ey, du und ich, wir hassen mich“, schreit Contrast in der Hook zu „Frostschutz“, dem ersten seiner bisher vier veröffentlichten Songs. Seine Texte sind gepeinigt von Schmerz und Lebenserfahrung, Themen wie Drogenmissbrauch und mentale Gesundheit ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Musik. Diese erinnert mit ihren wuchtigen 808-Bässen und rauen Gitarren-Riffs an die frühen Soundcloud-Tracks von amerikanischen Künstlern wie XXXtentacion oder Ski Mask The Slump God – ergänzt um aussichtslosen, alles zerfressenden Nihilismus. Wir schauen uns Contrast im Newcomer-Fokus genauer an.

Dark-Schauspieler Moritz Jahn verzaubert mit Indie-Folk

Moritz Jahn kennen viele wohl besser als Magnus Nielsen, mit rotem Hoodie, Bomberjacke und zersauster Frisur. In dieser Rolle spielt der Hamburger nämlich in der deutschen Netflix-Serie „Dark“ mit, die kürzlich in die dritte und finale Staffel gegangen ist und mit ihrem vielschichtigen Plot für angeregte Diskussionen sorgt. Dabei ist die Schauspielerei nicht sein einziges Talent, denn als Moritz Jahn veröffentlicht der 25-jährige seit 2018 auch eigene Songs. Gemeinsam mit dem Produzententeam Frische Luft ensteht alternative Indie-Musik, der man zu keinem Zeitpunkt anmerkt, dass sie gar nicht Moritz‘ Hauptbeschäftigung darstellt. Erst vor wenigen Tagen erschien mit „Boston II“ sein neuester Song, zwischen verspieltem Folk und unerwarteten elektronischen Einschüben. Wir schauen uns den Newcomer genauer an.

Wie aus vier Indie-Muckern die Band Bilbao wurde

Bilbao ist seit einigen Monaten nicht mehr nur eine Stadt an der spanischen Nordküste, sondern auch der Name einer spannenden Newcomer Indie-Band aus Hamburg und Berlin. Welche tiefgründige Verbindung zwischen dem Bandnamen und den Mitglieder Jannes, Jan, Max und Robin sowie ihrer Musik nun besteht, ist erstmal egal. Musikalisch zumindest sind die vier Jungs nicht etwa im spanischen Norden, sondern viel eher an der kalifornischen Westküste zu verorten. So präsentieren sie auf ihrer Debüt-Single „Lifted“ erfrischenden, sommerlichen Indie-Sound und ebnen sich im Sinne des Slackertums ihren eigenen Weg ins Musikgeschäft. Im Newcomer-Fokus klären wir, wie dieser Weg seinen spontanen Anfang fand und warum Bilbao eigentlich viel eher eine Supergroup als eine Newcomer-Band ist.

Luis kombiniert Trap-Attitüde mit Pop-Melodien

Wer als Newcomer den Künstlernamen Luis wählt, macht es sich nicht unbedingt leicht, gefunden zu werden. Trotzdem lohnt sich die Suche. Über das aufsteigende Rap-Talent ist nicht viel mehr bekannt, als dass er aus einer Kleinstadt in Norddeutschland kommt und seit 2015 offiziell Musik veröffentlicht. Das findet vorerst auf Englisch statt, 2018 werden die Texte dann Deutsch. Die zeitgemäßen Beats sind dabei immer eine Spur bunter und lebendiger als die der Konkurrenz, denn Luis schreibt sich auf die Fahne: „Imma bring Pop-Trap back!“. Diese Vision vom melodischen Trap-Sound teilt sich Luis mit anderen aufstrebenden NewcomerInnen, mit denen er entsprechend gut vernetzt ist: Feature-Parts kommen von Künstlern wie Edo Saiya, Lil Lano und Yun Mufasa. Außerdem hält Luis stets seinen Output hoch und hat so bereits vier Tapes veröffentlicht, das fünfte und damit der dritte Teil der „Nitro“-Reihe soll bald erscheinen. Grund genug, Luis genauer unter die Lupe zu nehmen.

Verifiziert vertont den Sommer in Wien mit Lo-Fi-House

Wer häufig auf Plattformen wie Instagram oder Twitter unterwegs ist, weiß: User, die „verifiziert“ sind, also einen blauen Haken in ihrem Profil vorweisen können, haben eine gewisse Bekanntheit oder sind zumindest mittelgroße Influencer. Seit wenigen Monaten ist Verifiziert aber nicht mehr nur ein heißbegehrtes Statussymbol, sondern auch der Name für eine der spannendstens Newcomerinnen im deutschsprachigen Raum. Verifiziert aka Veri stammt aus Wien – viel mehr handfeste Infos gibt die Künstlerin bisher nicht über sich Preis. Das braucht es aber gar nicht, denn das Bild zeichnet sich von ganz alleine: Im Kreis ihrer Freunde entsteht die Musik von Verifiziert ganz nebenher und mit viel Freigeist statt kommerzieller Erwartungshaltung. Dementsprechend unkonventionell ist die Mischung, die dabei herauskommt: Unterschwelliger Sing-Sang und gewitzte Texte treffen auf klimpernden Lo-Fi-House, Reggaeton und Souncloud-Beats. Wir nehmen Verifiziert genauer unter die Lupe.

Poussey aus Berlin macht mit einer Mischung aus HipHop, Soul und RnB auf sich aufmerksam

Zuerst eine Klarstellung: In diesem Artikel ist nicht die Rede von Fan-Liebling Poussey Washington aus der Serie „Orange Is The New Black“, sondern von der Newcomerin und Wahlberlinerin Poussey, die vor zwei Wochen ihre ersten beiden Singles „Al Pacina“ und „Horchata“ veröffentlicht hat. Ähnlichkeiten haben beiden Charaktere allerdings schon, so etwa dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen sowie impulsiv und nach dem Bauchgefühl handeln. Damit gehört die 20-jährige Sängerin zu einer neuen Generation von Künstlerinnen, die mit Lehrmeisterinnen wie Erykah Badu und Solange im Rücken selbstbewusste HipHop/RnB-Musik machen, bei denen auch so mancher „Gangsterrapper“ schnell verstummt.

Babygwolf und Kofi liefern als „Schlammmoney“ Baller-Rap aus dem hohen Norden

Als junger Musiker kann man entweder in die Großstadt ziehen, um sich ein Umfeld zu schaffen oder man schafft es sich in der Heimat. Babygwolf und Kofi aus Kiel haben genau dies vor und gründen das Künstlerkollektiv „Schlammmoney“. Bereits einige Tracks und Features lassen vermuten, dass daraus etwas werden könnte. Mit ihrem ersten Release, „Schlammmoney Vol 1“, haben sie nicht nur in Kiel für Aufmerksamkeit gesorgt, sondern auch den „Tapekönig“ Skinny Finsta als Fan gewinnen können. Mit ihm zusammen droppt im Herbst das nächste Tape, was pünktlich zu Finstas Solo-Tour erscheint, auf der Schlammmoney als Support spielen.

SLAX aus Braunschweig sind Trap-Deutschlands erste Girlgroup

Trap hat in den letzten Jahren die deutsche HipHop-Landschaft mit einem veränderten Realness-Begriff und neuen Sounds ordentlich umgekrempelt. Was die New Wave bisher aber noch nicht hervorgebracht hat, ist eine Girlgroup. SLAX aus Braunschweig will genau das ändern. Als Teil des Checkmate Collectives, zu dem auch New Wave-Rapper wie negatiiv OG oder Sin Davis gehören, setzt das Trio mit seiner ganz speziellen Variante von Autotune-lastigen Trap-Hymnen an, seinen eigenen Hype zu kreieren.

Vorgestellt: Newcomer Zonkey-Zögling Lukees

Wenn es um Crews im Deutschrap geht, formiert sich seit einiger Zeit im Südwesten eine neue Macht: Der Zonkey Mobb. OG Keemo hat zusammen mit Funkvater Frank bereits den Weg geebnet und wird regelrecht als Deutschrap-Messias gefeiert, mit Binho und Lukees stehen allerdings schon die nächsten spannenden Künstler parat. Lukees hat gerade erst seinen neuen Track „Kreis“ veröffentlicht, Grund genug, sich genauer mit ihm zu beschäftigen.

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