Die 10 besten Alben 2023 national
Das Veröffentlichungsformat Album hat sicher schon mal bessere Zeiten erlebt. Viele denken inzwischen in Playlisten, einige sogar in diesen unsäglichen „Mood“-Playlisten. Aber zum Glück gibt’s weiterhin zahlreiche Künstler:innen, die auf Albumlänge überzeugen wollen. Und die Stärken ausspielen: Entweder, in dem sie einen bunten Strauß ihres gesamten Könnens zusammenschnüren, eine alles Songs durchziehende Atmosphäre erschaffen, oder eine Erzählung in zehn Songs aus verschiedenen Stimmungen und Blickwinkeln angehen. In dieser Liste ist all das dabei – ganz egal, ob diese Alben von alten Hasen kamen, oder ein starkes Debüt waren.
Nina Chuba – Glas
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Kaum ein anderes Debütalbum wurde 2023 so sehr erwartet wie das von Nina Chuba. Seit ihrem Durchbruch mit „Wildberry Lillet“ lastet der Druck auf den Schultern der Wahlberlinerin groß, denn wie landet man eigentlich einen zweiten viralen (TikTok-)Hit? Und wie schafft man den Absprung, kein One-Hit-Wonder zu werden? Egal ob Nina darüber beim Schreiben ihres neuen Albums nachgedacht hat oder nicht, die Antwort ist klar: Man veröffentlicht einfach einen zweiten, dritten und vierten Banger. Bis zum Release ihres Debütalbums verkürzte Nina die Wartezeit bereits mit gleich drei Singles („Fieber“ und „Glatteis“ als eine Doppelsingle), die es in sich hatten: Auf „Ich hass dich“ gab es in 3:13 Minuten geballte Antipathie, mit „Fieber / Glatteis“ schlitterte Nina verletzlich, aber entschlossen über ihre zerbrechliche Gefühlswelt und servierte uns zuletzt eine schmackhafte Portion „Mangos mit Chili“.
Neben diese bereits erschienen Singles gesellten sich mit dem Release von „Glas“ neun weitere Songs dazu, die gemeinsam mit alten Lieblingen wie „Alles gleich“ oder „Neben mir“ das erste Album von Nina Chuba komplettieren. Zusammen bringen sie zwar stolze 49 Minuten auf die Uhr, doch Langeweile kommt hier auf keinen Fall auf. „Glas“ hat einiges zu bieten und lehrte uns ein paar wichtige Dinge! Welche genau, das könnt ihr hier noch einmal nachlesen.
Levin Liam – Levin Liam Leaks 2023
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Wenn wir uns in der DIFFUS-Redaktion in diesem Jahr auf einen Artist hätten einigen müssen, wäre das wahrscheinlich Levin Liam gewesen. Der Schauspieler-turned-Musiker mit Wahlheimat in Hamburg hat 2023 so viel abgerissen, dass es schwierig ist, sich auf nur ein Highlight zu beschränken. Statt einer seiner sehr guten Zusammenarbeiten mit Trettmann, Jeremias, Miksu / Macloud oder zuletzt OG Keemo haben wir uns nun am Ende für sein Projekt „Levin Liam Leaks 2023“ entschieden. Obwohl der Titel eher ein loses Mixtape verspricht, ergeben diese elf Songs ein stimmiges Gesamtbild mit einem konsequenten Alt-Pop-Sound. Besonders bemerkenswert finden wir dabei, wie eigenständig Levin Liam klingt: Einflüsse von zeitgenössischen Rap, Jersey Club oder R&B von Frank Ocean und Dijon übernimmt der Newcomer nicht einfach, stattdessen dekonstruiert er diese Referenzen und macht sie sich so zu eigen. Dazwischen blitzt immer wieder das Bewusstsein dafür durch, dass er gerade an etwas Großem dran ist, an echter Kunst eben, die über den kommerziellen Erfolg hinausgeht – und wir sind uns sicher, dass Levin Liam dafür auf der genau richtigen Spur ist.
Dilla – Also bin ich
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
„Also bin ich“. Der Satz mag der einen oder dem anderen bekannt vorkommen. Der Titel von Dillas Debütalbum ist abgeleitet vom französischen Philosophen René Descartes, der schon 1641 feststellte: „Ich denke, also bin ich“. Aber was bin ich denn nun alles? Die Trackliste des Album liefert Vorschläge. Du könntest „Star“ sein, „Licht“, „Teen“, „Mensch“ oder, wie wir in diesem Fall eben, Fan dieses Albums.
Es zeigt nämlich nach wie vor, dass Dilla sich nicht auf einen Stil oder ein Genre festlegen möchte und dass sie das auch nicht braucht. In Songs wie „Star“ und „Teen“ spiegeln sich Synths der 80er Jahre und New Wave-Elemente aus der Zeit wider. Im nächsten Moment kommt uns dann aber mit „Egal (was passiert)“ eine unheimlich große und gelungene Pop-Ballade um die Ohren, in der nochmal eine neue Facette von Dillas Stimmvolumen zu Tage kommt. Nur um uns dann im Closer „Mensch“ mit einem reduzierten Instrumental und ihrer Kopfstimme in die simple Erkenntnis zu entlassen, dass wir alle nur Menschen sind. Das Album klingt trotz seiner Ausflüge stimmig, einfach weil Dilla nicht nur eine begabte Texterin und Sängerin sondern auch eine begnadete Musikerin und Produzentin ist, die eben vieles kann und all das gut.
makko – Lieb mich oder lass es, Pt.1
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach dem Erfolg von „Nachts wach“ mit dem Produzentenduo Miksu und Macloud, wäre es für Makko kommerziell wahrscheinlich die einfachste Entscheidung gewesen auf der Hype-Welle weiterzureiten und ein ganzes Album auf sommerlichen House-Beats zu veröffentlichen. Als wollte er so schnell wie möglich wieder aus dem Mainstream abtauchen, entschied sich der Rapper aus Berlin stattdessen für das genaue Gegenteil. Er lieferte uns im Sommer mit „Lieb mich oder lass es, Pt.1“ ein reduziertes Ambient-Trap-Album, in dem er jegliche Trends einfach links liegen lässt.
Lang gezogene, schwere 808s auf wolkigen Synthies, die klingen, als wären sie straight aus einem Studio Ghibli-Film oder einer Ambient-Platte gesamplet. Im Gegensatz zu diesem luftigen Sound klingen die Gedanken, die Makko da zu Papier bringt, ziemlich aufgewühlt und durchwachsen. Das große Thema des Albums ist, wie der Titel schon andeutet, die Liebe, und zwar mit all ihren Hürden und Hindernissen. Und auch wenn die Songs weder leicht, noch warm sind, sind sie eben echt – vom Sound bis hin zu den Texten und das ist wofür wir Makko lieben.
Ayliva – Schwarzes Herz
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Selten schlug ein Debütalbum so ein, wie das von Ayliva. 2022 veröffentlicht sie „Weißes Herz“, das unmittelbar nach dessen Release bereits riesige Erfolge feierte. In diesem Jahr erschien nun das Gegenstück zu Aylivas Debüt: „Schwarzes Herz“. Wie so oft, lag natürlich auch hier die Frage auf der Hand, ob die Newcomerin ihren Lauf auch mit Album Nummer zwei fortsetzen kann. Inzwischen lässt sich diese Frage mit einem ganz klaren Ja beantworten.
Ihre größte Stärke, ihre Stimme, setzt sie dabei Song um Song gekonnt in Szene und spielt ihre gesamte Range aus, von geflüsterten Passagen in Kopfstimme, bis zu beinahe geschrienen Ausbrüchen. Die Sounds drumherum sind mehr Begleitung als eigene Akteure: ein Bühnenbild, in dem der Star der Show – Ayliva – glänzen kann. Vor allem in der ersten Hälfte von „Schwarzes Herz“ dominieren schwere Balladen mit minimalistischen Arrangements – ein ziemlich zeitloses Modell. Dafür braucht es oft nicht einmal Drumbeats – die hebt sich Ayliva stattdessen für die zweite Hälfte der Platte auf. Hier gibt es mit „Burlesque“, „Was mir gefällt“ und „Sie weiß“ mehr Einflüsse aus dem Deutschrap und R’n’B. Diese Mischung könnte der Schlüssel zu Aylivas ungebrochenem Erfolg sein.
Mayberg – Mini
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Es zeugt von einem gewissen Selbstbewusstsein, wenn man sein Album mit einem Track namens „Der Stil meiner Generation“ startet, aber Mayberg kann sich das durchaus erlauben. Seine gefeierten Konzerte in diesem Jahr zeigten ihn als charismatischen und überhaupt nicht arroganten Singer-Songwriter und seine Lines sprechen eben wirklich (s)einer Generation aus dem Herzen. Dabei könnte er mit dieser tollen, tiefe Stimme auch Kalender-Sprüche singen und die Leute würden ihm trotzdem zujubeln. Umso schöner, dass Songs wie „Hilferuf“, „Wien“ und der genannte Opener lyrisch sehr eigene Wege gehen. Man nehme nur diesen Refrain: „Dann hilferufe ich dich an / Drück mich weg, mich an dich ran, hilferufe ich dich an“. Oder diesen: „Ich war in Wien / Was soll ich sagen? Hab mich neu verliebt / Wenn die Fassade bröckelt, wird sie repariert / Alles, was ich habe, ist von ihr.“ Eine Kleinigkeit hätten wir aber dennoch zu bemängeln: Mayberg hätte zu den acht Songs ruhig noch zwei bis vier weitere packen können – aber so kann er sich immerhin das Prädikat „All killers, no fillers“ aufs Cover schreiben.
Pavelo & Schnell – Volumen und Kraft
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Wer uns regelmäßig verfolgt, weiß, dass wir die Neue Neue Deutsche Welle und all die Artists und Bands, die sie mitgebracht hat, feiern und aufmerksam beobachten. Trotzdem muss man festhalten, dass viele dieser Newcomer-Acts noch Schwierigkeiten dabei haben, einen eigenen Sound zu definieren und auf einem längeren Projekt durchzuziehen. Pavelo Promillo und Boris Schnell ist genau das aus dem Stegreif gelungen. Das beginnt schon mit dem Gründungsmythos des Duos: In den Morgenstunden einer Hausparty treffen sich ein Gitarrenbauer und ein Boom-Bap-Producer und beschließen, gemeinsam Dreck in den Pop zu bringen. Das Rezept für ihr Debütalbum als Pavelo & Schnell: Sieben Genres in 13 Songs. Ob diese Hochrechnung hinkommt, haben wir nicht nachgerechnet, fest steht aber: „Volumen & Kraft“ hat es in sich. Mit modularen Synthesizern, statischen Roboter-Beats und klagendem Gesang beschwören Pavelo & Schnell eine tintenschwarze Berliner Nacht, in der man nur Füchsen und Geistern begegnet, wenn man auf der Flucht vor Schulden und Ängsten durch die Stadt rast.
Sofia Kourtesis – Madres
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Die seit über 20 Jahren in Deutschland und seit geraumer Zeit in Berlin lebende und arbeitende Peruanerin Sofia Kourtesis hat schon mit ihren EPs viele Fans gewonnen. In diesem Jahr kam auf dem Traditionslabel Ninja Tune das Albumdebüt „Madres“ – und was sollen wir sagen: Für uns ist es eine der besten elektronischen Platten des Jahres. Im Interview mit der „taz“ sagte Sofia kürzlich, ihr Motto beim Produzieren sei: „Less perfection, more corazon.“ Ihr Herz, erklärte sie, schlage immer noch lateinamerikanisch, „mein Motor ist aber eher deutsch“. Auch in ihrer Musik gleitet sie zwischen diesen beiden Welten hin und her. Ihr instrumentaler Sound ist farbenfroh und filmisch, inspiriert von lateinamerikanischen Klängen, mit hin und wieder auftauchenden Lyrics in ihrer spanischen Muttersprache – aber die Beats, die all das sanft vorantreiben, sind zweifelsohne vom Puls der nicht-ganz-so-harten Berliner Techno-Clubs durchzogen.
Souly – Ich wünschte, es würd‘ mich kümmern
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Kaum ein Artist hat 2023 die Spotify Wrapped-Jahresrückblicke in unserer Bubble so sehr dominiert, wie Souly. Völlig zurecht: Der Rapper und Sänger aus NRW mit Wahlheimat in Berlin hatte einen Lauf wie im Bilderbuch! Seit 2019 veröffentlicht er verdrehte R&B-Tunes und moderne Trap-Songs nach US-Verbild, aber in diesem Jahr hat er endgültig seine eigene musikalische Sprache und damit auch die Aufmerksamkeit der deutschen Rap-Szene gefunden. Maßgeblich daran beteiligt ist die Veröffentlichung von „Ich wünschte, es würd’ mich kümmern“ – Soulys Debütalbum nach diversen Tapes und EPs.
Statt einer losen Ansammlung von Songs, gehen hier harte Moshpit-Nummern wie „Bunte Bündel“ oder „Diamantstein“ fließend in melodische Momente wie „Chrysanthemen“ über. Diesen Flow kriegen nur die wenigsten so hin, trotzdem funktionieren diese Songs auch für sich als starke Singles. Dazu kommt Soulys eigenwilliger Humor, der eine der krassesten Lines des Jahres hervorgebracht hat: „Ja, Sex ist cool, doch warum mussten’s meine Eltern tun?“. Uff. Wir wünschen uns, dass Souly seine Vision 2024 genauso fokussiert weiter verfolgt, wie bisher – mit einem Kritikpunkt. Der Typ hat offensichtlich einiges auf dem Kasten und das Künstler-Gen tief verinnerlicht – muss man da wirklich noch in jedem zweiten Satz mit misogynem Vokabular um sich werfen?
Casper – nur liebe, immer.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Erst im Februar 2022 feierte Casper den Release von „Alles war schön und nichts tat weh“. Da hatten wir offen gestanden, in den nächsten ein bis zwei Jahren gar nicht mehr mit einem neuen Langspieler aus dem Hause Casper gerechnet. Doch wir sollten überrascht werden: Im Juni 2023 kündigte der Wahberliner den Release von „nur liebe, immer.“ für den 24. November an. Doch trotz der relativ kurzen Zeit zwischen den beiden Alben, sollte uns „nur liebe, immer.“ überraschen.
Die Platte klingt unbeschwerter als ihr Vorgänger und ist zugleich stilistisch bunter. Das ist kein Zufall: Casper hat das Projekt selbst als eine Art Mixtape betitelt – ein starker Kontrast zum ambitionierten, kunstigen „Alles war schön und nichts tat weh“. Das heißt allerdings nicht, dass der Rapper hier keine schweren Themen verarbeitet hat. So geht es in der starken Vorabsingle „Zoé Freestyle / Echt von unten“, um eine Kindheit jenseits der bürgerlichen Mitte, in „Luft holen“, „Wimpernschlag“ und „Sowas von da (Hellwach)“ dagegen eher um heutige Ängste. Trotzdem ist „nur liebe, immer.“ ein zugängliches Album, das auf knapp 30 Minuten Spielzeit sowohl mit Radio-Hits als auch modernen Rap-Tracks aufwarten kann und einen Künstler zeigt, der sich nach all den Jahren immer noch viel von der Brust zu rappen hat.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.