Von diesen Artists wünschen wir uns 2026 neue Musik
Chappell Roan
Wer könnte uns das Jahr 2026 mehr versüßen als Queen Chappell Roan? Ihr Durchbruchshit „Good Luck, Babe!“ hat die Welt 2024 im Sturm erobert und die US-Amerikanerin nicht nur in Nullkommanichts als hochkarätigen internationalen Popstar etabliert, sondern auch als queeren Mainstream Popartists – von denen es nach wie vor viel zu wenige gibt. Ihr bis dato letztes und bislang einziges Album „The Rise and Fall Of a Midwest Princess“ ist 2023 erschienen. Da braucht es in diesem Jahr bitte dringend Nachschub!
Bilderbuch
Im letzten Jahr konnten Bilderbuch auch auf ihr 20-jähriges Bandjubiläum anstoßen. Wie könnte man das besser feiern, als mit neuer Musik? Nur wenige Bands haben schließlich die deutschsprachige Musikszene immer wieder mit ihrer innovativen und einzigartigen Art so geprägt, wie Bilderbuch es getan hat. Egal ob Indie-Rock, Indie-Pop oder die Mega-Hits „Maschin“ und „Bungalow“ – die Österreicher haben uns in den vergangenen Jahren die unterschiedlichste Musik vorgelegt, immer mit Erfolg. Mittlerweile ist aber auch das zuletzt erschienene Album aus 2022, der Liebestaumel von „Gelb ist das Feld“, gut vier Jahre her. Und auch wenn es mit der darauffolgenden „Softpower“-EP 2024 neue Musik gab, wird es langsam mal wieder Zeit für ein größeres musikalisches Projekt – oder zumindest erste neue Musik! Bisher haben Bilderbuch noch keinerlei Hinweise oder Teaser für anstehende Songs gedroppt, aber 2026 steht ja noch in den Startlöchern! Wer weiß, vielleicht überraschen uns die vier Mitglieder auch mit einer Teilnahme am ESC in ihrer Hauptstadt Wien? Die Wiener Stadthalle haben Bilderbuch ja bereits 2025 ausverkauft.
alt-J
Vier Jahre sind es jetzt her, dass alt-J mit „The Dream“ ihr bis dato letztes Album veröffentlicht haben. Seitdem: eine handvoll Remixe, ansonsten Funkstille. Erst kürzlich hat die Band die eine Milliarde Streams ihres Megahits „Breezeblocks“ feiern dürfen – da wird es doch höchste Eisenbahn für ein neues Werk. Und um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken: Sänger Joe Newman hat kürzlich sein Soloalbum „The Canyon“ veröffentlicht – ein Werk, das es übrigens nur zum Download zu hören gibt.
Olivia Rodrigo
Auch wenn Olivia Rodrigo uns seit ihrem Hit-Debütalbum „SOUR“ über die Jahre gut mit Musik versorgt hat, blieb es seit der Deluxe-Version zu ihrem zweiten Album „GUTS“ aus 2024 größtenteils still. Bis auf die Liveaufnahmen von „Friday I’m In Love“ und „Just Like Heaven“ mit The-Cure-Sänger Robert Smith, die bei ihrer Headline-Show beim Glastonbury Festival 2025 entstanden sind, gab es auch im vergangenen Jahr keine neue Musik. Inzwischen tummeln sich in den sozialen Medien aber Gerüchte, wann eine neue Platte erscheint, denn die Musikerin hat in ihrem letzten Instagram-Dump erste Hinweise geliefert. Ebenso unklar ist aktuell noch, worum es auf einem möglichen neuen Album gehen soll, denn während sich viele Fans verliebte und romantische Lieder von der US-Amerikanerin wünschen, spekulieren mittlerweile auch viele Hörer:innen, dass sich die Musikerin von ihrem Partner Louis Patridge getrennt hat. Ob es dann also ein Romance-Album oder doch eher Heartbreak-Songs werden, wie wir es schon von den Vorgängeralben kennen, bleibt nur abzuwarten.
Apsilon
Mit „Haut wie Pelz“ (2024) hat sich Apsilon endgültig aus dem Newcomer-Narrativ befreit: ein wegweisendes, wütendes und zugleich verletzliches Album, gefeiert von Feuilleton wie Szene, getragen von einer ausverkauften Tour und dem Gefühl, dass hier gerade etwas Größeres entsteht. Nach kurzem Durchatmen und der Feature-Single „Jiggos“ mit Ramzey endete Apsilons 2025 mit einem kryptischen Insta-Post. Das kostenlose Mini-Mag „Tele-Vizyon“ lag für schnelle Fans als Dankeschön für den Support schon bald im Briefkasten. Obendrauf gab es auch Andeutungen, dass es sich dabei um eine Art Moodboard des nächsten musikalischen Projekts handeln soll, was hoffentlich dann auch gleich dieses Jahr erscheint!
Giant Rooks
Giant-Rooks-Fan zu sein, ist zwar schön, aber manchmal auch nicht so leicht – vor allem, wenn man regelmäßig neue Musik von seiner Lieblingsband im Releaseradar erwartet. Eine gefühlte Ewigkeit dauerte es, bis die Jungs aus Hamm 2020 ihr Debütalbum „Rookery“ veröffentlichten, und auch die Nachfolgeplatte „How Have You Been?“ ließ ganze vier Jahre auf sich warten. Seit dem Release sind zwar erst zwei Jahre vergangen, doch 2026 könnte trotzdem ein gutes Jahr für alle Fans werden. Mit einem Foto-Dump verabschiedeten sich die fünf vom Jahr 2025 und ließen gleich noch freudige Worte dazu verlauten: „Wir haben die letzten fünf Wochen in einem wunderschönen Tonstudio in Großbritannien verbracht und weiter an neuer Musik gearbeitet, die sich aufregend anfühlt. Wir können es kaum erwarten, sie bald mit euch allen zu teilen.“
Billie Eilish
Was Billie Eilish (mit ihrem Bruder Finneas) anfasst, wird zu Gold! Zuletzt bewies dies ihre Platte „Hit Me Hard And Soft“ im Jahr 2024. Kaum ein anderes Album prägte die Jahresbestenlisten so sehr wie dieses. Im September 2024 ging es für die heute 24-Jährige dann auf die dazugehörige Weltournee. Wie TikTok-Videos von einem ihrer letzten Auftritte zeigen, heißt es für die Sängerin nach der knapp einjährigen Tour aber nicht „ab in den Urlaub“, sondern auf ins Studio! „Ich weiß, dass ich normalerweise Tourneen beende und dann noch eine Reihe von Terminen hinzufüge, aber dieses Mal wird das nicht passieren, weil ich ein Album aufnehmen muss […].“, heißt es von Billie im November 2025. Das klingt doch vielversprechend!
Frank Ocean
Im August dieses Jahres wird Frank Oceans Ausnahmealbum „Blonde“ zehn Jahre alt! Alle Fans und Musikredaktionen sahen aber auch die letzte Dekade ziemlich als aus – denn bis auf ein paar Singles tauchte Frank albumtechnisch buchstäblich unter. Deshalb steht ein Nachfolger natürlich auch im Jubiläumsjahr 2026 auf der kollektiven Wunschliste der Musikwelt. Kryptische Insta-Spuren, ominöse „KIKI BOY“-Hints, zerlegte Leaks und schnell entlarvte Fake-Albumtitel befeuerten auch 2025 die Hoffnungen. Ocean selbst dementiert, schweigt, korrigiert – und macht damit alles nur noch diffuser. Kein Release-Datum, kein Titel, keine Ansage. Nur dieses Gefühl, dass irgendwo zwischen AI-Fakes, alten Skizzen und Sessions vielleicht doch wieder eine LP wartet. Wunschdenken? Voll. Aber aus diesem Dauermythos speist sich auch irgendwie Franks musikalischer Ozean.
Paula Hartmann
Der Release von Paula Hartmanns letztem Album „kleine Feuer“ liegt zwar noch nicht ganz zwei Jahre zurück, doch wir wären längst wieder bereit für neue Märchen aus Berlin-Charlottenburg. Und die Chancen dafür stehen vielleicht gar nicht so schlecht: Im Mai 2025 schloss Paula nämlich ihr Jurastudium in Hamburg mit dem Bachelor of Laws ab. Heißt das, das vielleicht neue Musik nun wieder an erster Stelle steht? Falls nicht, können wir uns immerhin weiter mit ihrer gemeinsamen EP mit Berq – die glücklicherweise Ende 2025 erschien – trösten.
Mk.gee
Seit „Two Star & The Dream Police“ (2024) hat sich Mk.gee heimlich, aber nachhaltig als einer der prägendsten Architekten moderner Gitarren-Pop-Ästhetik etabliert. Sein roher, absichtlich beschädigter Sound hallte 2025 weiter nach – auf Festivals, in zahllosen Referenzen und im Hintergrund großer Pop-Momente. Als Co-Writer bei Justin Biebers „SWAG“ und als zentrale kreative Kraft hinter Dijons „BABY“ zeigte Mk.gee, wie Intimität, Bruch und Pop-Sensibilität zusammengehen können. Umso größer die Hoffnung, dass 2026 auch eine Solo-Fortsetzung folgt, als konsequente Weiterführung des Lieblingsartists deines Lieblingsartists.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: SSIO
Außerdem im Heft: Interviews mit badmómzjay, t-low, Magda, Paula Engels, fcukers, Betterov uvm. Außerdem große Reportagen über Kneipenkultur, Queer Rage und Essays!