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Posts by Micha Wagner

Videopremiere: Die Indie-Band Golf meldet sich nach vier Jahren mit der Single „Angst vor der Liebe“ zurück

Die Kölner Band Golf hätte alles haben können. Ihr erstes Album „Playa Holz“ brachte dem Quarttet höchstes Lob im Feuilleton ein und hätte Golf ungefähr dorthin katapultieren können, wo Bilderbuch heute stehen. Aber die Band entschied sich für einen anderen Weg: Die Jungs zogen sich vorerst zurück aus dem Rampenlicht und verzichteten auch auf musikalische Lebenszeichen – bis jetzt. Heute erscheint die erste Single nach vier Jahren und feiert bei uns Videopremiere: „Angst vor der Liebe“. Die fast noch schönere Nachricht: Der Song ist nur der Auftakt einer ganzen EP, die Fans im September erwarten können.

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Videopremiere: Der Newcomer Lostboi Lino sagt „Danke Nein“ zum Leben nach der gesellschaftlichen Norm

Pink gefärbte Haare und ein Kassettentape auf der Brust tättowiert – Lostboi Lino ist in der Musikindustrie noch ein unbeschriebenes Blatt, Verwechslungsgefahr mit anderen Künstlern besteht aber schonmal keine. Das liegt nicht nur an seinem auffäligen Aussehen, sondern nicht zuletzt auch an seinem musikalischen Stil. Diesen hat Lino vor wenigen Wochen als Feature-Gast von Kollege Moii unter Beweis gestellt: Mit „Alles okay“ haben die beiden Newcomer einen sommerlichen Garage-Tune veröffentlicht. Jetzt zieht Lostboi Lino mit seinem ersten eigenen Song nach, der bei uns heute Videopremiere feiert. „Danke Nein“ ist musikalisch angesiedelt zwischen Afro-Beat und clubbigen House-Rhythmen, während Linos kehlige Stimme an Größen wie Peter Fox und Henning May erinnert. Inhaltlich geht es um den Lebenslauf, den die Gesellschaft gerne als Norm darstellt: Ein sicheres Studium, am besten BWL, irgendwann dann Familiengründung und Hausbau. Dieses Leben nach vorgeschriebenen Stationen lehnt Lostboi Lino schlicht aber entschieden ab: „Danke Nein“.

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Mit Lea im Katzencafe: „Treppenhaus“, Gleichberechtigung & Pop-Musik (Portrait)

Von Kassel nach Berlin, von Indie zum Pop: Sängerin Lea hat persönlich wie auch musikalisch eine Reise hinter sich. Aufgewachsen in Hessen, hat es die Musikerin für ihr Studium nach Hannover und schließlich für die Musik in die deutsche Hauptstadt verschlagen. Auch wenn man Lea heute vor allem für ihren Hit „110“ mit Capital Bra und Samra kennt, war sie nicht immer Fan von Pop-Musik. 2016 versuchte sie sich mit ihrem Debüt-Album „Vakuum“ an ambitionierten Indie-Sounds nach der Prämisse: Bloß nicht Mainstream sein. Heute ist Lea reifer und weiß: Nur weil Musik bei der breiten Masse ankommt und kommerziell funktioniert, ist sie nicht automatisch besser oder schlechter. Darüber spricht die Sängerin in neuen Portrait, für das wir sie in einem Katzencafé getroffen haben. Außerdem geht es um ihre Heimat, das neue Album „Treppenhaus“ und Gleichberechtigung in der Musik-Industrie.

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Provinz schließen mit ihrem Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ das erste Kapitel ihrer Karriere ab

Abseits vom flachen Sound der Charts erlebt der deutsche Gitarren-Pop dank Bands wie AnnenMayKantereit, Giant Rooks und den Leoniden gerade ein neues Hoch. Ganz vorne mit dabei: Provinz, die sich aus der namensgebenden ländlichen Tristesse auf die Festival-Bühnen des Landes und in die Herzen von tausenden Fans gespielt haben. Von null auf hundert. Songs wie „Was uns high macht“, „Augen sind rot“ oder „Diego Maradona“ erzählen nicht nur vom eigenen Aufwachsen im Ravensburger Umland, sondern sprechen einer ganzen Generation aus der Seele. Die vier Jungs von Provinz kann man sich aus der deutschen Musik-Landschaft inzwischen kaum noch wegdenken, da vergisst man schnell, dass die Band bisher nur eine EP und Singles, aber noch kein Album veröffentlicht hat. Nun ist es aber soweit: Trotz Covid-Chaos in den letzten Monaten erscheint am Freitag das Debüt „Wir bauten uns Amerika“ – eine Liebeserklärung an echte Gefühle, an den ganz großen Pop und nicht zuletzt an die Provinz.

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Zu Gast bei Lugatti & 9ine: Miriam besucht das Rap-Duo und Produzent Traya in Köln (Doku)

Wer in den Kölner Stadtteil Sürth kommt, wird einiges vermissen, wofür die Metropole am Rhein sonst eigentlich bekannt ist. Es gibt keine angesagten Bars, keinen Shopping-Wahn und kein ausuferndes Nachtleben, stattdessen Ruhe und Idylle an der „Côte da Sürth“. In dieser Szenerie wachsen Lugatti & 9ine auf und lernen sich schnell kennen. Es folgen gemeinsame Sommer am Rheinufer und irgendwann die vage Idee, im Gespann mit Produzent Traya selbst Musik zu machen. Ein Mikrofon wird angeschafft und der Rest ist eigentlich Geschichte. Als festes Gespann übernehmen Lugatti & 9ine den Deutschrap und sind spätestens seit Hits wie „Frisches auf dem Herd“ und „Hash“ eine feste Größe in der Szene, was sie durch Zusammenarbeiten mit Kollegen wie Funkvater Frank oder BHZ untermauern. Im Rahmen unseres Doku-Formats DIFFUS UNTERGRUND trifft Miriam Davoudvandi die Rapper Lugatti & 9ine und Traya in Köln, spricht mit ihnen über Heimat, ihren Werdegang und Politik im Deutschrap.

Videopremiere: Yukno besingen in „Das Leben ist so schön“ die Vergänglichkeit des Seins

Der Titel verrät es schon: „Im Stream der Zeit“, das kommende Album von Yukno, wird ein sehr aktuelles Projekt. Entstanden zwischen Jam-Sessions auf Sansibar und der Isolation des Corona-Lockdowns, ist es für die Band aus der Steiermark ein Abbild des ganz persönlichen Zeitgeists. Das zeigte bereits die erste Single, mit der Yukno vor knapp einem Monat herausrückten: Willkommen im „Digital Playground“, wo sich wohlige Zufriedenheit und konstante Reizüberflutung im Strom immer neuer Daten und Informationen die Hand geben. Für die neue Videopremiere geht die Band noch einen Schritt weiter: „Der Blick in den Nachthimmel hat schon immer etwas mit den Leuten gemacht. Du merkst, wie klein und vergänglich du bist. Ich glaube, 2020 ist dieses Gefühl besonders präsent“. Genau dieses Gefühl thematisieren Yukno mit Syth-Pop-Sound im neuen Song „Das Leben ist so schön“ – Ehrfurcht angesichts der Endlichkeit der eigenen Existenz, ein Taumel zwischen erschütternder Trauer und überschwänglicher Euphorie.

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Luis kombiniert Trap-Attitüde mit Pop-Melodien

Wer als Newcomer den Künstlernamen Luis wählt, macht es sich nicht unbedingt leicht, gefunden zu werden. Trotzdem lohnt sich die Suche. Über das aufsteigende Rap-Talent ist nicht viel mehr bekannt, als dass er aus einer Kleinstadt in Norddeutschland kommt und seit 2015 offiziell Musik veröffentlicht. Das findet vorerst auf Englisch statt, 2018 werden die Texte dann Deutsch. Die zeitgemäßen Beats sind dabei immer eine Spur bunter und lebendiger als die der Konkurrenz, denn Luis schreibt sich auf die Fahne: „Imma bring Pop-Trap back!“. Diese Vision vom melodischen Trap-Sound teilt sich Luis mit anderen aufstrebenden NewcomerInnen, mit denen er entsprechend gut vernetzt ist: Feature-Parts kommen von Künstlern wie Edo Saiya, Lil Lano und Yun Mufasa. Außerdem hält Luis stets seinen Output hoch und hat so bereits vier Tapes veröffentlicht, das fünfte und damit der dritte Teil der „Nitro“-Reihe soll bald erscheinen. Grund genug, Luis genauer unter die Lupe zu nehmen.

Videopremiere: Friedemann Weise zeigt uns die Vorteile von „Liebeskummer im Sommer“

Wer regelmäßig die heute-show verfolgt, wird über die Jahre auch ihn kennen- und liebengelernt haben: Friedemann Weise, seines Zeichens Comedian, der in kurzen Einspielern über die verschiedensten Themen schlau macht (oder eben auch nicht). Gestartet hat er seine Karriere allerdings nicht vor der Kamera, sondern als Musiker, eine Leidenschaft, die er über all die Jahre weiter verfolgt hat. Acht Jahre nach seinem letzten Album, ist es nun wieder soweit: Friedemann Weise kehrt im Juli mit „Das Weise Album“ zurück – ein bisschen wie die Beatles und Haftbefehl, nur anders. Als ersten Vorboten hat Friedemann Weise bereits vor einigen Wochen „Kaffeemann“ vorausgeschickt, eine flotte Rock ’n Roll-Hymne für alle Baristas. Der nächste Appetizer feiert nun bei uns Videopremiere: „Liebeskummer im Sommer“, eine Hommage an die Musik- und Fernseh-Landschaft der 80er-Jahre.

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Verifiziert vertont den Sommer in Wien mit Lo-Fi-House

Wer häufig auf Plattformen wie Instagram oder Twitter unterwegs ist, weiß: User, die „verifiziert“ sind, also einen blauen Haken in ihrem Profil vorweisen können, haben eine gewisse Bekanntheit oder sind zumindest mittelgroße Influencer. Seit wenigen Monaten ist Verifiziert aber nicht mehr nur ein heißbegehrtes Statussymbol, sondern auch der Name für eine der spannendstens Newcomerinnen im deutschsprachigen Raum. Verifiziert aka Veri stammt aus Wien – viel mehr handfeste Infos gibt die Künstlerin bisher nicht über sich Preis. Das braucht es aber gar nicht, denn das Bild zeichnet sich von ganz alleine: Im Kreis ihrer Freunde entsteht die Musik von Verifiziert ganz nebenher und mit viel Freigeist statt kommerzieller Erwartungshaltung. Dementsprechend unkonventionell ist die Mischung, die dabei herauskommt: Unterschwelliger Sing-Sang und gewitzte Texte treffen auf klimpernden Lo-Fi-House, Reggaeton und Souncloud-Beats. Wir nehmen Verifiziert genauer unter die Lupe.

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